31.05.10 | 08:14Hans-Werner Schwarz bei St. AnsgarKonzept für Bassum muss unterstützt werdenLandtagsvizepräsident Hans-Werner Schwarz informierte sich beim St. Ansgar-Klinikverbund in Eydelstedt
„Die ordentliche medizinische Versorgung der Menschen im Landkreis Diepholz steht im Vordergrund”, mit diesen Sätzen begann der niedersächsische Landtagsvizepräsident Hans-Werner Schwarz (FDP) sein Statement beim Besuch in der Zentrale des Klinikverbundes St. Ansgar in Eydelstedt. Er war mit dem stellvertretenden Landrat Henning Jürgens, Kreistagsfraktionsvorsitzenden Rolf Husmann sowie mit Dr. Marco Genthe, Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Gesundheit und Soziales (alle FDP), angereist. Bevor man sich über die anstehenden Maßnahmen im Klinikverbund ausführlich informierte, stand eine Besichtigung des neu gebildeten Komplexes in der ehemaligen Kaserne in Eydelstedt an. „Es war eine mutige, aber in jedem Fall gute und richtige Entscheidung von St. Ansgar, die Zentrale in diesen Gebäudekomplex zu zentralisieren”, unterstrich der Landtagsvizepräsident.
Die beiden St. Ansgar-Geschäftsführer, Thomas Pilz und Ralf Gronemeyer informierten die politischen Gäste sodann ausführlich über die geplanten, notwendigen Maßnahmen zum Umbau des somatischen Bereiches von St. Ansgar in Bassum. Schon Ende 2007 war das medizinische Strukturkonzept, verbunden mit der Schwerpunktbildung an den verschiedenen Standorten des St. Ansgar-Klinikverbundes mit dem Sozialministerium verhandelt und letztendlich vom Krankenhausplanungsausschuss des Landes Niedersachsen festgelegt worden. Die medizinische Umstrukturierung ist an den einzelnen Standorten schon weitgehend umgesetzt. Den verschiedenen medizinischen und organisatorischen Umstrukturierungen muss nun noch die bauliche Veränderung folgen.
Hierzu haben kurz vor Weihnachten im Jahr 2008 noch einmal Gespräche mit dem Sozialministerium stattgefunden. Zu diesem Zeitpunkt erhielt man das Signal, dass man eine Chance habe, im Rahmen des Konjunkturprogramms II oder aber durch die reguläre Krankenhausinvestitionsförderung im Jahr 2009 entsprechende Investitionsmittel zu erhalten. Voraussetzun
g hierzu war, dass kurzfristig die Baupläne für die einzelnen Umbaumaßnahmen in Abstimmung mit dem Sozialministerium und der Oberfinanzdirektion erarbeitet werden. Hierzu haben in den letzten Wochen die beiden beauftragten Architekturbüros und verschiedene interne Arbeitsgruppen hart gearbeitet. Allen Beteiligten kann an dieser Stelle nur noch ein dickes Lob für die geleistete Arbeit ausgesprochen werden. „Unser Personal hat sich dabei ausgezeichnet”, unterstrichen beide Geschäftsführer Pilz und Gronemeyer unisono. „In freiwilligen Arbeitsstunden haben sie beraten, geplant und letztendlich ist dabei ein hervorragender Umbauplan für Bassum heraus gekommen”.
Zwischenzeitlich hat sich nun die Förderung für Diepholz und Sulingen im Rahmen des Konjunkturprogramms II ergeben. Für den Standort Sulingen erhält man 800.000 Euro, mit denen eine Kältekammer realisiert sowie die Einrichtung der Ergotherapie erfolgen kann. Gleiches gilt für den Standort Diepholz, dort sind 1,9 Mio. Euro bewilligt worden. Mit dem Geld soll die Notaufnahme neu gestaltet werden, die Urologie ausgebaut sowie die Gastroenterologie umstrukturiert werden. Darüber hinaus soll der nach der Schließung der geburtshilflichen Abteilung der nicht mehr benötigte Kreißsaal neu genutzt werden. Für diese beiden Baumaßnahmen wurden bereits der Oberfinanzdirektion detaillierte Baupläne vorgelegt, die derzeit in Hannover geprüft werden.
Parallel dazu soll der Umbau des somatischen Bereiches in Bassum und die Verlagerung der Psychiatrie von Twistringen nach Bassum durch die reguläre Förderung des Sozialministeriums erfolgen, und die notwendigen Investitionsmittel fließen. Über die Vergabe der Mittel entscheidet der Krankenhausplanungsausschuss. „Wir haben zeitnah unsere Hausaufgaben erledigen können”, unterstrich
Thomas
Pilz.
Betont
weiter, dass die Geschäftsführung sehr froh ist, das
s eine Finanzierung über das Land erfolgen könnte. Hier zeige sich auch, dass das Land die Umstrukturierung und die Zukunftsaussichten des St. Ansgar-Klinikverbundes positiv beurteilt, denn nur Krankenhausträger, die sinnvolle und nachhaltige Umstrukturierungen umsetzen, werden heute noch - in
Zeiten knapper Mittel - durch das Ministerium gefördert.
Diese Aussagen konnte Landtagsvizepräsident Hans-Werner Schwarz nur unterstützen und er versprach, sich in seiner Landtagsfraktion für diese Maßnahme einzusetzen. „Dieses Bauvorhaben benötigt zwar einen riesigen Schluck aus der Pulle”, so Schwarz weiter, „aber der nächste Bauabschnitt für Bassum ist von sehr großer Wichtigkeit. Der St. Ansgar-Klinikverbund hat schon sehr gut vorgearbeitet und jetzt muss auf jeden Fall weitergearbeitet werden. Ich werde in den Fachgremien im Landtag für dieses Projekt werben und um Unterstützung bitten”. Dr. Marco Genthe ergänzte, dass die medizinische Versorgung in der Fläche nicht verloren gehen dürfe und es deshalb doppelt wichtig sei, dass es in Bassum weiter gehe. „Es handelt sich hier um eine zukunftsorientierte sowie zukunftssichere Investition, die wir auch auf Kreisebene unterstützen müssen und wollen”, stellten Rolf Husmann sowie auch Henning Jürgens heraus.